Bilder von San Francisco und St. George sind online :)
DIe von Zion kommen nächste woche zusammen mit den neuen die ich amchen werde da ich wieder in zion bin^^
Zion Fencing
1st day
Wieder einmal führt mich mein Weg nach Utah.... wieder einmal sitze ich über fünf Stunden mit den anderen Volunteers im ACE Van...und wieder einmal erzähle ich frei erfundene Geschichten um die anderen und vor allem mich selbst zu unterhalten. Als wir nach drei Stopps, fünf ein halb Stunden Fahrt und hunderten sinnlosen Geschichten endlich in Zion ankamen wurde unsere Gruppe geteilt. John und Andy aus England, die zwei Wochen zuvor in Flagstaff angekommen waren und die ich nie zuvor gesehen hatte, Matt, unser Supervisor und ich fuhren zum Lager um dort den Draht und die Pfosten für den Zaun zu besorgen. Direkt neben dem Lager war auch der Schießstand der Ranger was einem ein etwas seltsames Gefühl gab....
Danach fuhren wir zu dem Platz an dem wir arbeiten würden, vorbei an einem Stapel Holz in dessen Mitte auf einem Schild geschrieben stand: „U Fuck Get UR own wood“. Dieses Schild würde für die Rest der Woche und darüber hinaus immer wieder einen Grund zum Lachen geben, da es problemlos möglich war diesen Satz zu variieren...(„U Fuck Get ur own Hot Chocolate“ oder „U Fuck do UR own work“). Danach ging es zurück in das bereits durch den Rest der Volunteers aufgebaute Camp. Die Verwunderung war groß als wir feststellen mussten, dass wir keinen Herd im Gepäck hatten und deshalb Matt nochmal los fahren musste um einen zu besorgen. Der Rest des Nachmittags war unglaublich langweilig und wir verbrachten ihn größtenteils damit nichts zu tun...unser Versuch Frisbie zu spielen scheiterte darin, dass der Teller den wir benutzen in zwei brach... ( habe gerade die Schreibweise von Frisbee gegoogelt....also mit doppel „e“ am Schluss).
Der Tag verging langsam...doch er verging und am Ende saßen wir gemeinsam bis um halb elf um das Lagerfeuer.
2nd day
Schweißnass erwachte ich aus einem recht angenehmen Traum....das war die heißeste Nacht seit meiner Ankunft in Flagstaff....ich musste sogar mein Flies beiseite tun weil es zu heiß war...somit viel auch das Aufstehen nicht schwer...ich bin wie so oft der erste, der die improvisierte Küche betritt...ich setze das Wasser für die allmorgentliche Zeremonie des Kaffee trinkens auf, hole die Milch, die Cornflakes, die Marmelade und das Brot aus der Box und suche das Geschirr zusammen...dann ist auch schon Emelie wach und es wird gefrühstückt... nach und nach krabbeln die anderen aus ihren Zelten und wischen sich den Schlaf aus den Augen. Um Punkt siben sitzen wir im van und warten auf Matt....naja immerhin die Volunteers sind pünktlich. Um kurz nach sieben ging es dann los....wie wir feststellen mussten hatten wir auch keine Drahtspanner (Wire-Stretcher) dabei und mussten somit diese von unserem Projektpartner ausleihen.
Dieser Arbeitstag verdient kaum seinen Namen...nachdem der anstrengenste Teil erledigt war, das Tragen des Presslufthammers, plätscherte der Tag so vor sich hin...Matt, Joana und unser Projektpartern stellten fest, dass der Zaun den die anderen letzte Woche gebaut hatten nicht auf der Grenze verlief weshalb wir am Ende des Tages damit begannen ihn wieder abzureißen...
Dann ging es auch shcon wieder zurück zum Camp...den tag hatten wir somit nicht mit arbeiten verbracht..aber immerhin konnten wir uns so besser kennen lernen...Nach dem Essen kämpfte ich mit Emelie darum wer den Abwasch machen würden...es war ihr letztes Projekt und sie hatte immer den Abwasch gemacht, weshalb ich der Meinung war, es sei angebracht es an ihrer statt zu machen...sie war anderer Ansicht...Am auf das Abwaschen folgende Lagerfeuer machten wir Witze und vertrieben uns damit einige Stunden. Wir waren uns alle einig, dass es keine Tabus für Witze gibt...weshalb ich mein gesamtes Repertoire auspacken konnte. Um halb Elf ging es dann wieder ins Bett.
3rd day
Der Morgen verlief wie jeder andere...auf das Aufwachen folgte das Kaffee kochen, auf das Kaffee kochen folgte das Kaffee trinken und auf das Kaffee trinken folgte das im Van auf Matt warten. Die Arbeit würde heute ohne Joana und Matt beginnen also übernahm ich großzügig und machtsüchtig wie ich bin die Führung. Nach zwei Stunden hatten wir vierzig Pfosten in einer Reihe in den Boden gehauen...danach begann der richtige Spaß...es war Zeit für den Presslufthammer...da ich der einzige mit Stahlkappen in den Schuhen war und ich ihn außerdem getragen hatte, durfte ich diese ehrenvolle, anstrengende Aufgabe übernehmen...
Am Nachmittag begannen wir damit den Draht zu spannen...der wirklich langweilige Teil der Arbeit also... Jeder steht an einem Pfosten, hält den Draht in der richtigen Höhe gegen den Pfosten, dann wir mit aller Kraft gespannt und dann wird mit dem Drahtspanner gespannt...naja und dann wir d der Draht mit anderem Draht am Pfosten befestigt...das ganze dauert ewig und ist unglaublich LAAAAAAAANGWEILIG....
Stunden später saßen wir dann ums Lagerfeuer und machten Witze über Mormonen...was hauptsächlich durch ihre Anwesenheit begründet war. Am Tage war eine Pfadfinder Gruppe Mormonen angekommen....
Wir boten Francois, einem Belgier aus dem französischen Teil von Belgien 120 $, wenn er auf den Rücken eines Mormonen springen und diesen für 2 Minuten Rodeoreiten würde....leider bot sich keine gute Gelegenheit...
4th day
Ein Wandel im allmorgentlichen Ritual wurde an diesem Tage von mir gefordert. Emelies Wecker hatte keine Batterie mehr, weshalb ich sie aufwecken musste...am Abend zuvor hatte ich mich informiewrt welches Zelt denn das ihre wäre und sie hatte in die Nacht gedeutet und gemeint...“Das Gelbe“...nun stehe ich also zwischen zwei gelben Zelten in der mir gezeigten Richtung und versuche nur die richtige Person zu wecken...es gelang...
Auch eine zweite Sache veränderte mein Ritual katastrophal....die Nicht-Existenz von Zucker für meinen Kaffee....zum Glück überlebte ich diese gefährliche Situation....MC Giver aähnlich ersetze ich den Zucker durch „Hot Chocolate“ Pulver ...
Wir arbeiteten an diesem tag an zwei unterschiedlichen orten...zuerst haben wir einen Zaun abgerissen, in der nähe einer Höhle...nach der Pause hatten wir die Gelegenheit sie zu sehen und in ihr zu klettern....danach ging es zurück zu unserem Zaun....wo Joana und Anna den „U Fuck get ur own wood“-Mann trafen...der genau so verrückt war wie wir erwartet hatten...danach ging es zurück zum Camp und ich und Francois entschlossen uns Wandern zu gehen. Wir liefen einfach am Zeltplatz los und es stellte sich heraus, dass es weniger wandern als klettern war, was wir geplant hatten...somit ging ich also das erste mal richtig klettern...man braucht, wie ich feststellen konnte, keine Ausrüstung um eine senkrechte Wand hochzuklettern... nach 45 Minuten waren wir am Gipfel und genoßen die reichlich verdiente Aussicht...auf dem Weg waren wir einer Klapperschlange begegnet...endlich....da warte ich schon drauf seitdem ich hergekommen bin...dummerweise hatte ich meine Kamera nicht dabei...Zum Dinner gab es Burger....widerlich...wie immer...und dann gab es ein Lagerfeuer wie immer...als uns Matt um zehn „bat“ schlafen zu gehen folgten wir seiner Aufforderung.
5th day
Die Arbeit an diesem Tag bestand für mich aus 100% Presslufthammer...während ich so vor mich hin „hammerte“ machte ich mir Gedanken über die arme nächste Crew...sie würde eine noch längere Strecke zurück legen müssen....die nächste Woche würde also noch härter werden...wir beendeten die Arbeit früher da Matt uns die Gelegenheit geben wollte einiges vom wunderschönen Zion Park zu sehen...
Während die anderen Wandern gingen...ging ich schlafen...ich war so unglaublich müde...
Pünktlich erwachte ich zum Abendessen...es schmeckte erstaunlich gut...um neun Uhr dreißig verabschiedete ich mich vom Lagerfeuer in mein Zelt.
7th day
Heute will keiner mehr arbeiten...wir alle sind müde... was dazu führt, dass Matt uns sehr lange Pausen gibt und wir nur ein kleines Stück bearbeiten. Joana, John, Andy und Ich verbringen die ersten paar Stunden damit ein „Break away“ in einem Wash zu bauen....soviel Spannung hat der Draht an keiner anderen Stelle gehabt...
Nachdem wir eine Stunde in der Sonne gelegen hatten und unser Gruppenfoto gemacht hatten...ging es zurück ins Camp....wir hatten einige Stunden vorher erfahren, dass uns Matt Roberts mit seiner Anwesenheit beehren würde....was keinen von uns freut...Matt ist ein Arsch...und das meine ich im bestmöglichsten Sinne...er kann nett sein... er versteckt es nur sehr gut...
Seine Anwesenheit limitierte unsere Lagerfeuergespräche auf ein langweiliges viel zu hohes Niveau... naja am nächsten Tag würde es nach Flagstaff zurück gehen...
8th day
Und schon ist wieder ein Projekt vorbei...naja halb...zuerst mussten wir noch 680.000 Zeitungen von Paletten in ein Regal räumen...na das nenne ich Conservation work ;)
Nach einer Ewigkeit kamen wir endlich in Flagstaff an....in meinem Haus traf ich Nadia aus Italien, sie ist 24 Jahre alt und recht freundlich...
Jetzt haben wir schon Samstag und ich habe es endlich geschafft die Zusammenfassung zu schreiben...habe endlich den inneren Schweinehund überwunden. Donnerstag, Freitag und heute Morgen musste ich mich von vielen Freunden verabschieden, die ich hier gefunden hatte. Emelie ging nach Los Angeles, Caroline und Marten zurück nach Frankreich und Belgien, Helena nach Kanada und Tsubaza zurück nach Japan....ACE ist ein ständiges kommen und gehen...
Achja außerdem haben wir zwei neue Couches bekommen ....endlich...Mittwoch bekommen wir endlich unseren neuen Boden....es gibt zwei neue Deutsche im Nachbarhaus..und ich war heute morgen zwei neue Terry Pretchat Bücher kaufen...jetzt habe ich was zu tun....
soweit so gut...habe vermutlich die häfte vergessen...aber das weiß ich nicht genau weil ich mich ja nicht an sie erinnern kann....
Zion
Samstag, 28. März 2009
Dienstag, 17. März 2009
San Francisco
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| San Francisco |
The way
3/12/09
San Francisco also....Ich sitze im Auto und bin auf dem Weg in eine der berühmtesten Städte der Westküste. Gestern noch war ich mir sicher, ich würde die Off-Tage in Flagstaff verbringen und mich einfach erholen...und jetzt sitze ich mit Johan, Caroline und Emelie im Auto.
Gestern Nacht waren alle aus um zu trinken und den Abschied von Arian, Flo und Laura zu feiern. Francoi, der Belgier aus Cedar 1 hat sich in den Schlafsaal übergeben. Helena und Sanne wurden von Matt Roberts erwischt und fliegen vielleicht aus ACE. Alles in allem eine ereignisreiche Nacht.
Als Caroline und Emelie nach Hause kamen und ich ihnen sagte, dass ich nicht wisse ob ich mit nach San Francisco kommen würde, stürmten beide auf mich zu und schlugen mich mit Kleiderbügeln...nach einer recht kurzen Zeit gab ich nach...
Um zwei Uhr gingen Johan und ich ins Bett nachdem ich mich von Laura, Arian und Flo verabschiedet hatte. Um sechs Uhr klingelte dann der Wecker, ich kochte Kaffee und packte meine Sachen. Imke war die ganze Nacht wach geblieben um zu telephonieren und den letzten Tag mit Computer zu nutzen, da auch Peter seinen Laptop mit auf seinen Road-Trip nehmen würde. Von ihr erfuhr ich die restlichen, für mich völlig belanglosen, Details über die Geschehnisse der Nacht. Matilda und John hatten sich gefunden und auch Chris und Katharina hatten wohl ihren Spaß...wobei beide Mädchen am Wochenende Flagstaff verlassen werden...
Im Moment bewegen wir uns mit konstant 95 mph in Richtung Westen auf dem Highway 40...wir brausen einfach an den anderen, das Speedlimit akzeptierenden, Autos vorbei.
Nach dem ersten Pie-Stop und etwa zwei Stunden Fahrt stellen wir fest, dass noch weitere 999 km zu fahren sind. Es ist ein recht langer Weg...
Ich habe gerade den letzten Satz der Beschreibung des Projektes in St.Georges geschrieben und bin somit wieder beim jetzt und hier angekommen um dieses zu beschreiben. Jetzt werde ich aber erstmal den Laptop ausschalten um die Batterie zu schonen.
Jetzt haben wir neun Uhr vierzig PM und ich liege in meinem Bett. Ich teile mir ein Zimmer mit Johan und der Fernseher läuft nebenbei. Ach ja es ist bereits Freitag.
Gestern Nacht sind wir um acht angekommen nachdem ich den Rest der Fahrt damit verbracht habe Terry Pratchet zu lesen und die Landschaft zu genießen. Der letzte Teil der strecke fuhren wir durch eine wunderschöne, blühende Landschaft...als wir ankamen war es natürlich dunkel wodurch wir gleich am ersten Abend einen Eindruck von der Größe der Stadt bekommen konnten. Es war wirklich beeindruckend und die Brücke über die wir in die Stadt kamen war beeindruckend. Wir suchten uns, nachdem wir ein Hotel gefunden hatten, etwas zu essen. Wir landeten in einem japanischen Restaurant, welches erstaunlich gut war. Danach ging es zurück...wir alle waren müde!
Die Stadt erschlug mich mit ihrer Größe, selbst wenn wir nur einige Blöcke weit liefen. Nach einer erholenden Nacht ging es zum Frühstück, was im Preis enthalten war. Es gab wässrigen Kaffee und Waffeln...das wars...naja egal...danach packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg zum nächsten Hostel, dass wir am Abend vorher gebucht hatten. Wir checkten ein und begannen dann unseren Rundtrip durch die Stadt, welche am Tag noch beeindruckender war. Wir besuchten Chinatown, den Pier und die Brücke die wir in der Nacht überquert hatten. Wir sahen einige beeindruckende Kunst und hatten einen wunderschönen Tag. Danach kauften wir ein und hatten Abendessen in unserem Raum. Gestern schliefen wir alle im gleichen Raum, heute haben wir zwei Zwei-Mann-Räume. Morgen werden wir mit der Fähre nach Alcatraz fahren, worauf ich sehr gespannt bin. Jetzt werde ich schlafen gehen weil ich müde bin. Achja...plöde Großstadt...es ist unglaublich laut draußen.
Golden Gate Bridge
3/14/09
Pünktlich erwachten wir, machten uns fertig und verließen das Hotel. Unser Gepäck blieb im Hotel, wir würden es später abholen um es zum anderen Hotel zu bringen...dann ging es ab zum Pier...leider waren alle Touren nach Alcatraz für diesen Tag schon ausgebucht...also mussten wir was anderes finden...wir entschlossen uns, zur Golden Gate Bridge zu laufen und den westlichen Teil der Stadt zu erkunden...Wir liefen fast drei Stunden um die Golden Gate Bridge zu erreichen...wir liefen ein wenig über die Brücke und dann zurück...für den Rückweg entschieden wir uns einen Bus zu nehmen, welcher uns direkt zum Golden Gate Park brachte, welcher auch den botanischen Garten von San Francisco beinhaltete...hier verbrachten wir den Rest des Tages inmitten tausender Eichhörnchen und Pflanzenarten. Es war recht gutes Wetter und wir genossen es richtig in dieser Idylle zu laufen. Zum Abendessen gingen wir, nachdem wir unser Gepäck in dem neuen Hostel verstaut hatten welches erstaunlich intensiv nach Marihuana roch, im Cha Cha Cha, dem bisher besten Restaurant seit ich in Amerika bin. Es war ein wenig zu wenig aber unglaublich lecker...fast europäisch. Danach ging ich recht schnell schlafen...ohne zu schnarchen wie die anderen berichteten.
Alcatraz
3/15/09
Jetzt aber wirklich.....auf nach Alcatraz...Ich habe shcon so viele Geschichten von diesem Ort gehört und so viele Dokumentationen gesehen und wusste doch nicht alles. Es war beeindruckend dieses Stück amerikanischer Geschichte zu sehen und zu bewundern. Die Mauern aus Stahl und Beton und all die Zellen. Zudem gab es Beschreibungen der meisten Ausbruchversuche...Was ich neu lernte ist, dass die Insel ein Zufluchtsort für Indianer war, nach der Zeit als Gefängnis...während der Zeit in der die Indianer in die Reservate abgeschoben wurden, wenn sie sich nicht anpassen wollten. Von Alcatraz ging der Impuls aus, der die Regierung umstimmte und das Schicksal der Indianer zumindest ein wenig verbesserte. Die Audio-Tour war erstaunlich gut gemacht und man hätte das Gefühl haben können, selbst ein Gefangener zu sein...wenn man nnicht die ganze Zeit hätte aufpassen müssen nicht gegen die anderen Besucher zu laufen. Nach unserem Besuch in Alcatraz, den meine Bilder besser beschreiben als ich es könnte, fuhren wir zurück auf das Festland. Hier schlenderten wir durch die Straßen von North Beach...es schien keins der besten dafür aber eins der billigsten Viertel zu sein. Es gab eine Menge Headshops und Tabakshops. Außerdem roch es überall nach Gras...nicht so schlimm wie in unserem Hotel aber doch recht stark...
Zum Abendessen trafen wir uns am Hotel wieder....wir hatten uns vorher getrennt weil Emelie und Caroline shoppen gehen wollten. Ich und Johan waren auf dem Rückweg durch das Castro Viertel geschlendert.
The impact of the art
3/16/09
Welchen Einfluss hat die Kunst auf unser Leben und auf unsere Gefühle? Bisher hätte ich diese Frage ganz einfach beantworten können. Sie hat kaum einen Einfluss, sie ist bloß eine Darstellung eines vergangenen Zeitfensters. Alle meine bisherigen Eindrücke aus verschiedenen Museen vermittelten mir diesen oder besser gesagt gar keinen richtigen Eindruck. Doch heute hat sich das geändert. Ich habe erfahren welchen Einfluss Bilder, Filme und Musik auf die eigene Gefühle haben können. Das „Museum of modern art“ hat mir gezeigt, wie einflussreich die Vergangenheit noch heute sein kann.
Nachdem wir um acht Uhr erwacht sind, gingen wir Kaffee trinken und dann zurück zu dem Platz an dem wir unser Auto geparkt hatten. Wir erfuhren, dass wir das Auto stehen lassen konnten, für den Tag bis wir Abends abreisen würden. Nachdem wir unser Gepäck im Auto verstaut hatten machten sich Caroline und Emelie auf den Weg um shoppen zu gehen. Wir vereinbarten uns zwischen sechs und halb sieben wieder zu treffen. Das Gespräch um diese Vereinbarung zu treffen lief ungefähr so ab:
Joschka: Also wann treffen wir uns dann heute Abend hier?
Caroline: Achja...um sieben?
Emelie: Ne das ist zu spät, gegen sechs?
Joschka: NEEEEEEIIIINN..gegen sechs ist alles zwischen 5.01 und 6.59....dann lasst uns lieber gleich halb sieben sagen...!
Emelie: Okay dann zwischen sechs und halb sieben!
Danach verschwanden Emelie und Caroline und ich und Johan wanderten los. Wir besuchten einige Shops...zwei um genau zu sein, wir haben eine ähnliche Einstellung zum Shoppen....Levis und The North Face...danach noch den Apple Shop in dem man kostenlos ins Internet konnte, was wir zum checken der Projekt-Statistik nutzten. Außerdem konnte man gratis alle möglichen Apple Produkte ausprpobieren. Im Shop arbeiteten ungefähr dreißig Mitarbeiter auf einer minimalen Fläche. Ihre Aufgabe bestand darin neuen Usern Apple zu erklären und mit Probleme zu helfen. Zu diesem Zweck konnte man seinen eigene Apple mitbringen. Danach schlenderten wir herum und besichtigten ein wenig die Stadt. Gestärkt durch einen Kaffee, welchen wir uns an einem Eckimbiss besorgten, beschlossen wir uns das Baseballstadium anzusehen. Leider konnten wir es nicht betreten. So schlenderten wir weiter...Station zu Station und machten an jeder Station den Plan für die nächste. So kamen wir am Bahnhof vorbei und dem Gerichtsgebäude und endeten am Museum für moderne Kunst. Wir entschlossen uns, das wir noch 2 Stunden Zeit hatten, es zu besichtigen. Schon bei unserem letzten Besuch in der Galerie vor zwei Tagen hatte ich gemerkt, dass ich viel offener für Kunst geworden bin und minutenlang vor einem Bild stehen und dessen Sinn zu erahnen versuchen kann. Der erste Stock offenbarte das Erwartete...Kadinzki und andere immer in einem Satz mit moderner Kunst genannte Zeichner. Recht schnell war ich mit dieser Etage durch und ging in die nächste. Hier begann der Einfluss der Kunst und der Künstler an sich zu wirken. Neue eindrücke von der Welt und nicht bloß sinnlose Aneinanderreihungen von Quadraten, Kreisen und Dreiecken. Ein Raum der gänzlich für Paul Klee reserviert war, war der erste Raum welcher mich in seinen Bann riss und für eine lange Zeit nicht mehr los lies.
In der höchsten Ebene war es dann vor allem Kentridge der mich mit seiner Kunst beeindruckte. Er verwandelte seine Bilder in Filme, unterlegte diese mit Musik und gab seiner Kunst ihre Geschichte. Die Geschichte, mit so wenigen Bildern mit denen sie erzählt ist, sagt doch so unglaublich viel. Nach kurzen bemerkt man, wie gefesselt man in der Geschichte der porträtierten Personen ist und wie man ihr Schicksal fühlt und lebt.
Nach dem beeindruckenden, mitreißenden und erstaunlich einflussreichen Besuch im „Museum of modern art“ aßen wir im Subway und schlenderten dann zurück zum Auto. Schlendern ist übrigens die einzig wahre Art des Gehens...es nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch ist aber bei weitem eleganter und bequemer....man gibt der Welt die Zeit einem alles zu zeigen, was sie einem zeigen will.
Jetzt sitzen wir wieder im Auto auf dem Rückweg nach Flagstaff. Es ist 7 pm und ich bin gespannt wie weit wir heute fahren, wo wir schlafen, wann wir in Flagstaff ankommen und ob wir den Weg finden, denn im Moment höre ich Caroline und Emelie nur „putain“ und andere französische Flüche fluchen...wir haben uns wohl verfahren.
Donnerstag, 12. März 2009
Best project so far
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St. George
3/4/09
Vollkommen übermüdet sitze ich im Auto. Jeder der mich bereits übermüdet erlebt hat, wird wissen, dass die arme Crew eine harte Reise erwartete. Die Fahrt dauert fünf Stunden. In dieser Zeit erzähle ich Hiro von der japanischen Legende von Kung Fu Panda und davon, dass ich ein Viertel Japaner wäre und von meinem Hausdrachen Walter, welcher weggelaufen ist als ich neun Jahre alt war. Dies sind nur einige Beispiele des Schwachsinns, den ich verzapfte. Ein anderes Beispiel ist, dass die roten Berge dadurch entstanden sind, dass Deutsche sie angemalt haben ...vor hunderten Jahren...und wenn der Himmel Blaubeermarmelade wäre, sind die Wolken dann Marschmellos und die Sonne ist bloß ein von unten betrachteter Strohhalm....
Als wir nach fünf Stunden endlich ankommen, bin ich wieder hellwach! Ich und Chris machen, nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, eine Wanderung entlang des Flusses, welcher durch unseren Campingplatz fließt. Es ist weniger eine Wanderung als vielmehr ein Klettertrip. Wir kommen schließlich an einen Punkt, in dem sich das Wasser sammelte und einen kleinen See gebildet hatte, drei mal drei Meter denke ich. Ich und Chris springen in das Wasser und versuchen dann so schnell wie möglich wieder aus der Kälte zu entkommen. Danach sonnen wir uns während nach und nach auch die anderen Volunteer zusammen mit Diana ankommen. Dann gehen wir zurück zum Camp, wo wir das Lagerfeuer entzünden, welches uns für die nächsten Stunden wärme und Licht spenden sollte. Wir unterhalten uns über die Vergangenheit der einzelnen Volunteers und erfahren, dass Whanoh, ein Volunteer aus Korea der aus St. Cruze nach Flagstaff kam, zwei Jahre lang beim Militär Drill Sergent war. Stolz erzählte er uns wie er Untergebene zum weinen brachte, ohne Gewalt wie er betonte. Es ist erstaunlich wie unglaublich nett und höfflich so ein Drill Sergent sein kann. Ich gehe recht früh zu Bett weil ich einfach total müde bin. Diana und Chris sind super Supervisor, dass weiß ich schon jetzt...das wird ein schönes Projekt.
First day of Work
3/5/09
Als ich erwache ist es bereits hell und recht warm. Ich habe gut geschlafen und bin bereit für den ersten Arbeitstag. Ich bin einer der Ersten, die wach sind und koche Wasser für meinen Kaffee. Ich begrüße jeden aus seinem Zelt krabbelnden Volunteer mit einem freundlichen „Good Morning“ und dann geht es auch schon los. Die Arbeit am ersten Tag lautete „Drains“ bauen um einen bereits existierenden Trail für behinderte und alte Menschen zu stabilisieren und wiederherzustellen. Drains sind Abflüsse für das Wasser. Es sind Plastikrohre, welche in den Trail eingegraben werden. Sie werden an natürlichen Tiefpunkten eingesetzt, welche leicht zu finden waren da das Wasser an diesen Stellen Teile des Trail weggeschwemmt hatte. Ich arbeite alleine an meinen Drains, was
unglaublich entspannend ist und viel schneller geht. Es ist warm und sonnig, den ganzen Tag lang. Am Ende des Tages habe ich sieben Drains gebaut. Insgesamt haben wir sechsundzwanzig Drains gebaut. Am Lagerfeuer undterhalten wir uns über Filme und ich stelle fest, dass ich definitiv einen anderen Geschmack habe als die anderen Volunteers. Um neun Uhr gehe ich ins Bett. Irgendjemand schnarcht...also bin ich nicht der einzigee...sehr beruhigend.
„I know how to do that....“
3/6/09
Wieder einmal beginnt der Tag mit dem Aufstehen...wobei das natürlich nicht ganz richtig ist...nur mein Tag beginnt damit, dass ich aufstehe...der Tag an sich beginnt natürlich um 24.00 Uhr. Wieder begrüße ich jeden Volunteer mit einem „Good Morning“ und wieder vergeht die Zeit wie im Fluge und schon sitze ich im Van auf dem Weg zur Arbeit. Ich stelle gerade fest, dass der Vergleich „wie im Fluge“ total daneben ist da mir der Flug nach Amerika unglaublich lang vorkam und die Zeit überhaupt nicht zu verfliegen schien. Wir verfahren uns auf dem Weg zweimal und rufen dann unseren Projektpartner Lin an um den richtigen Weg zu erfahren. Heute stehen das Versperren eines Trails und das Bauen eines alternativen Trails an. Da ich weiß, wie man einen Trail zu versperren hat, organisiere ich alles und Diana und Chris kümmern sich um das Bauen des neuen Trails. Zum Lunch sind Tsubaza, Yuri und ich fertig. Der Trail ist komplett verschwunden. Die ersten dreißig Meter sind von beiden Seiten bepflanzt und zwischen den Pflanzen haben wir totes Waldmaterial (in manchen Gegenden auch Holz genannt) verstreut. Wo es möglich war, hatte ich ganze umgefallenen Bäume über den Weg gelegt. Es war kein Durchkommen mehr möglich. Nach dem Lunch helfen wir den Trail fertig zu bauen. Was für mich heißt, dass ich den gesamten Trail nochmal abgehe und die teilweise schlecht gemachte Arbeit ausbessere. Um halb vier sind wir fertig mit allem und so machen wir uns früher auf den Heimweg. Wir stoppen auf dem Weg an einer Tankstelle. Diana ärgert sich die ganze Zeit über, dass sich vergessen hatte ein „Vorher Foto“ von dem Trail zu machen den wir geschlossen hatten. Sie war reichlich beeindruckt von der Abreit, die wir in der kürze der Zeit verrichtet hatten. Zum Abendessen kochten Emelie, Marten und ich ein europäisches Dinner...zusammen mit dem gebratenen Reis in Catalina, belegte das Essen den Ersten Platz der besten Projektessen. Während wir ums Lagerfeuer sitzen unterhalten wir uns darüber Yuri zu essen, die aus irgendeinem Grund damit nicht einverstanden zu sein scheint. Spät gehe ich zu Bett und schlafe rasch ein.
Crazy Wheater
3/7/09
In der Nacht werde ich wach. Ein Verlangen brennt in mir. Das Verlangen auf die Toilette zu gehen. Ich höre den Regen auf mein Zelt prasseln und entscheide mich das Verlangen ein wenig aufzuschieben. Als ich um fünf Uhr vierundvierzig erwache ist das erlangen noch stärker. Es regnet nicht mehr, ist aber unglaublich kalt. Als ich aus meinem Zelt krabbele realisiere ich, dass der Regen gar kein Regen war...es war Schnee....der letzte Tag war sonnig und warm und jetzt lag Schnee auf den Zelten. Während ich Kaffee koche und trinke und die Anderen mit dem nicht mehr wegzudenkendem „Good Morning“ begrüße, unterhalten wir uns über das verrückte Wetter im Westen der USA. Die Zeit während der Arbeit vergeht wie im Fluge...zuerst bessere ich mit einigen Anderen den Trail vom ersten Tag aus, indem wir ihn an einigen engen Stellen erweitern und dann machen wir uns an den Bau eines Zauns. Wir basteln Metallkäfige. Wir füllen diese mit Steinen und verbinden die einzelnen Käfige mit Holzlatten. Während der Arbeit lachen wir eine Menge. Den Zaun bauen wir um die Ruinen alter Indianergebäude. Außerdem zeigt uns Lin die indianischen „Zeichnungen“ in den Steinen rund um diesen Ort. („Zeichungen“ heißt in diesem Fall, dass die Indianer ihre Symbole und Bilder in den Stein geritzt haben.)Auf dem Rückweg halten wir wieder an der Tankstelle, für guten Kaffee...ich realisiere während der Fahrt das erste Mal, dass wir in Utah sind. Markus, ein Deutscher aus Cedar 1, versucht sich im Feuer machen und scheitert katastrophal. Nachdem Hiro und Chris das Feuer gerichtet hatten, setzen wir uns ums Feuer. Chris erzählt und, dass die netten Amerikaner aus Santa Cruze, die ich am Wochenende zuvor kennen gelernt hatte, aus ACE geschmissen wurden weil sie ständig bekifft waren. Sie kamen sogar in seinen Raum und fragten ihn ob er mit kiffen wolle und auf seine Antwort, dass er ein Supervisor sei und sie doch besser gehen sollten meinten sie nur „Yeah but you look chilled“. Dieser Spruch sollte bis zum Ende des Projekts und darüber hinaus in jeder erdenklichen, passenden und unpassenden Situation fallen. Er erzählt und auch von einem seiner Freunde, der mit dem Sohn von Harrison Ford auf einer Schule war und mit diesem in Harrison Fords Haus „gechilled“ hat und dessen Marihuana geraucht hat.
„What's the time?“
3/8/09
Als ich aus meinem Bett klettere kocht das Wasser bereits auf dem Gasherd. Emelie trinkt bereits ihren Kaffee. Ich begrüße sie mit einem freundlichen „Good Morning“ und sie erzählt mir, dass sie bereits eine Stunde lang wach sei weil ihr Wecker sie eine Stunde zu früh geweckt hatte...scheinbar grundlos. Sie hatte die Zeit damit verbracht nach unserer Kühlbox zu suchen die anscheinend geklaut worden war. Markus und Ich hatten in der Nacht fremde Stimme gehört und während Markus dachte es sei bloß Einbildung, dachte ich diese fremden Stimmen würden sich wohl mit den noch ums Feuer sitzenden Volunteers unterhalten. Während die anderen langsam erwachten und sich von mir begrüßen und schocken ließen amüsierte ich mich -als einziger- über die verschwundene Kühlbox....all die anderen waren recht wütend. Chris und Diana machten sich als sie aufwachten auf die Suche und kamen 20 Minuten später mit der Kühlbox zurück. Ein paar betrunkene Amerikaner hatten sie geklaut und ihr Bier in ihr gelagert. Als wir an der Stelle ankommen, an der wir den Zaun fertig zu bauen hatten, erfuhren wir von Lin, dass die Zeit umgestellt worden war...von Winter- zu Sommerzeit...das war auch der Grund für Emelies Wecker sie eine Stunde früher zu wecken. Meine Arbeit besteht aus dem Schaufeln von Steinen. Eine recht ermüdende Arbeit...die mit Steinen behäufte Schaufel wird schwerer und schwerer. Nach dem Lunch kam Matt Roberts vorbei um zu sehen, was wir so trieben. Netterweise warnte er Diana vor weshalb wir alle schnell unser PPE (Personal Protection Equipment (Handschuhe, Helm, Schutzbrille)) anzogen. Während wir arbeiten, kommt plötzlich ein starker Wind auf und ein kleiner Tornado entseht in unserer Mitte...er wirbelt zwischen und herum und weht Yuris Jacke weg. Als er sich auf Wahnoh zubewegt rennt dieser, fast panisch, weg...soviel zum Drill Sergent. Nach der Arbeit fahren wir zur Tankstelle wo ich nicht widerstehen kann und mir eine Packung Riesen kaufe. Sie schmecken so unglaublich gut! Nach dem Essen wasche ich das Geschirr und am Lagerfeuer unterhalten wir uns über Disney Filme. Der Tag war wieder warm und sonnig. Als ich in meinem Bett liege kann ich meinen Rücken deutlich spüren....es ist der schmerzende Teil meines Körpers....zum einschlafen höre ich laute Musik die von einem anderen Campingplatzteil zu hören ist.
No coffee
3/9/09
Kein Kaffee an diesem Morgen....trotzdem gibt es ein „Good Morning“ für jeden Volunteer. Wir stoppen glücklicherweise an einer Tankstelle um Kaffee zu kaufen. Die Arbeit heute besteht darin einen Trail um den Zaun zu bauen, den wir gebaut hatten. Für mich heißt das Sand schaufeln und wegfahren...anstrengend und ermüdend. Pünktlich zum Lunch beenden wir unsere Arbeit. Nach der Pause fahren wir zu einem anderen Punkt, wo Lin bereits einen Trail markiert hatte, den es zu bauen gilt. Nach neunzig Minuten sind wir fertig und wandern zurück zum Van. Nach einem kurzen Stop an der Tankstelle sind wir auch schon am Campingplatz. Es ist gerade drei Uhr. Den Rest des Tages mache ich gar nichts. Zwischendurch gehe ich nur kurz mit Markus Feuerholz holen und entzünde das Feuer womit ich beweise, dass es nicht die Tatsache ist, dass Markus Deutsch ist, die ihn als unfähig ein Feuer zu entzünden outet. Macht der Satz einen Sinn? Ich weiß es nicht! Das Gas war alle und so fuhr Diana los um neues Gas zu holen, damit wir kochen können würden. Sie brachte auch Kakao mit. Bis um zehn sitzen wir so ums Feuer und unterhalten uns über alles mögliche. Zwischendurch werden wir unterhalten durch Eleonore, die kreischend aus ihrem Zelt rannte weil sie dort eine Spinne gesehen hatte. Emelie wollte danach gar nicht in ihr Zelt weil dieses nahe dem vom Eleonore stand....wodurch wir auf das Thema kamen und uns über den Unsinn der Angst vor spinnen unterhielten.
Back to Flag
3/10/09
„Joschka come on wake up, it's quater to seven.“ Emelies stimme weckt mich...ich checke meinen Wecker und stelle fest, dass ich vergessen hatte von pm auf am umzustellen und er deswegen nicht geklingelt hatte. Ich brauche nur zehn Minuten um mich fertig zu machen und zu frühstücken. Ich erfahre, dass Hiros Kommentar war: „Oh...this is no Good Morning today?“
Der Tag verging schnell...um zehn haben wir alle Aufgaben erledigt und beschließen noch am selben Tag nach Flagstaff aufzubrechen. Die Fahrt verbringe ich in einem Stadium vollkommener Abstinenz. Ich wechsele zwischen Schlaf- und Dösphasen hin und her. Am Abend sind wir zurück in Flagstaff. Die Cedar Volunteers kochen und Essen zusammen und wir erfahren von Chris, dass wir 1000 Dollar verloren haben....nur weil wir nicht noch eine Nacht gecampt haben.(12 ACE-Mitglieder á 10 Stunden bedeutet 8,33 Dollar pro Stunde). Back in Flag...ein gutes Gefühl und einen Tag um zu duschen und die Wäsche zu machen bevor die anderen wieder kommen und es wieder laut wird. Bevor wir uns alle verabschiedet haben, hatten wir ausgemacht morgen gemeinsam zu Abend essen zu gehen.
Planänderung
Eigentlich wollte ich während der Off-Days nichts machen...einfach in Flaggstaff rumhängen....die Berichte vom letzten Projekt schreiben....doch wenn man für alles offen ist sollte man keine Pläne machen....in 6 Stunden werde ich nach San Francisko aufbrechen...zusammen mit Johan, Caroline und Emelie....ich werde meinen Laptop mitnehmen und wenn ich Internetzugang finde poste ich meine Berichte von St. George während des Roadtrips...falls nicht kommen sie danach zusammen mit den berichten des Roadtrips....
also schon wieder keine Nacht im Bett...naja....ich bin hier um etwas zu erleben...um Amerika zu sehen...
Liebe Grüße
Joschka
also schon wieder keine Nacht im Bett...naja....ich bin hier um etwas zu erleben...um Amerika zu sehen...
Liebe Grüße
Joschka
Mittwoch, 4. März 2009
The road trip
2/27/09-3/3/09
Heute Morgen bin ich von alleine aufgewacht...um 7.30 am, der Wecker sollte eine Stunde später klingeln, doch ich nahm ihm seine Daseinsberechtigung, indem ich nicht auf ihn wartete und direkt aufstand...später am Tag hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen.
Ich stand also auf und kochte mir meinen Kaffee und setzte mich mit meinem Computer auf den Balkon. Ich chattete ein wenig mit Dustin, Laura und Patrick...sie waren die einzigen, die zu dieser Zeit online waren...Glückspilze.
Danach machte ich mich an das Packen meiner Sieben Sachen und verabschiedete mich von Young Ming. Dann waren auch schon Lionell und Emelie mit dem Auto da. Wie wir feststellen mussten war es ein für sechs Personen recht kleines Auto...und anscheinend hatten die Konstrukteure nicht damit gerechnet, dass diese sechs Personen Gepäck haben würden...es gab nur einen mini kleinen Kofferraum. Ich nutze meine über Jahre gesammelten Erfahrungen mit dem Packen vieler Dinge in wenig Raum. Ich brachte „alles“ im Auto unter (wobei „alles“ in diesem Fall definiert ist durch „alles was wir mitnehmen wollten“ minus drei Zelte, Wechselkleidung mit Ausnahme von Unterwäsche und einige andere nicht so wichtige Utensilien). Emelie, Imke und ich würden also im Freien schlafen...und dann ging es auch schon los...naja nicht wirklich...wir mussten nach 120 Metern umkehren um Imkes Essen zu holen...aber dann ging es wirklich endlich los....mit konstant 12-35 Meilen pro Stunde über dem Speedlimit sausten wir in Richtung Page.... nach zwei Stunden, die ich damit verbrachte, mich mit Hiro zu unterhalten und die Landschaft, welche wir durchquerten zu genießen...stoppte uns die Polizei...12 Meilen pro Stunde über dem Speedlimit....Die zehn Minuten, die der Polizist in seinem Auto verbrachte, nachdem er Emelies Führerschein entgegen genommen hatte, spekulierten wir über die Konsequenzen. Am Ende kam ein recht verwirrter Polizist zurück, der einige Hilfe benötigte...Emelie wohnt in einem kleinen Dorf in Frankreich...ohne Hausnummern...somit fand er die Straße nicht...am Ende blieb es bei einer Verwarnung und Emelies Beteuerung langsamer zu fahren, was sie anscheinend nach zwanzig Minuten vergessen zu haben schien. Am Mittag erreichten wir Antilope Canyon. Unsere Versuche, gratis den Park zu betreten indem wir unsere ACE Mitgliedschaft erwähnten, scheiterten, was aber nicht weiter schlimm war. Fünfundzwanzig Dollar ist ein recht geringer Preis für eine ganze Stunde des Staunens und Bewunderns. Die hauptsächliche Konversation bestand aus dem abwechselndem hauchen eines „Amazing“ oder eines „Awesome“. Der Antilope Canyon ist ein durch Wasser geschaffener Canyon, der sich durch die Wüste, südlich von Page zieht. Er ist komplett unterirdisch und man betritt ihn durch einen kleinen Eingang. Ich denke die Bilder sollten euch einen kleinen Eindruck dessen verschaffen, was ich dort zu sehen bekam. Als wir wieder aus dem Canyon stiegen hatte ich 230 Fotos gemacht. Danach machten wir uns auf den Weg zu Walmart um das Abendessen zu kaufen. Mein Vorschlag gemeinsam alles zu kaufen und am Ende den Preis zu teilen wurde von allen gut aufgenommen. Wir kauften Pizza um diese über dem Feuer zu „braten“, Brot und Donuts für den nächsten Morgen und Feuerholz. Während wir einkauften behielten wir das Platzproblem, welches wir im Auto haben würden, wenn wir zu viel kauften, stets im Hinterkopf.
Dann ging es zu Lake Powell, wo wir zu campen planten. Dort erwartete uns eine Zollzone...wir drehten um und fuhren zum Besucherzentrum. Nachdem wir erfuhren, dass wir voll zu zahlen haben würden...und das es keine Kontrollen gab...entschieden wir uns den 100%-ACE-Rabatt in Anspruch zu nehmen. Der Campingplatz war wunderschön und wir fanden eine Menge Feuerholz neben der Feuerstelle. Die Atmosphäre war super schön...endlich wieder ein Lagerfeuer....die Pizza war...nicht soooo gut...der Boden war fast verbrannt und der Belag war noch kalt...verglichen mit dem Essen auf den Projekten war es garnicht so schlecht...
Zum Glück hatten wir auf Chips gekauft...während es dunkel wurde aßen wir also Chips und genossen die wärme des Feuers. Wir schmissen eine Menge Holz auf die kleine Flamme, die wir für unsere Pizza benutzt hatten um diese nicht vollends zu verbrennen. Einige Stunden saßen wir so um das Feuer und unterhielten uns über alles Mögliche und machten die Pläne für den nächsten Tag. Die andere begannen damit ihren Rotwein und Whiskey zu trinken. Dann packten wir alle unsere Isomatten und Schlafsäcke aus und legten uns ums Feuer...es war so warm....für die anderen....der Wind, welcher recht stark war, fegte durch meinen Schlafsack, dessen Reißverschluss kaputt war/ist...glücklicherweise fand ich während der Nacht eine Möglichkeit meine Füße so im Schlafsack zu verkeilen, ohne dabei aus dem Fliesleiner zu entgleiten, dass kaum Wind hindurch kam...mitten in der Nacht weckte mich das Verlangen, meine Blase zu erleichtern....ich wartete damit, diesem Verlangen nachzugeben so lange es denn möglich war, da ich die Konsequenzen kannte...als es nicht mehr zu ändern war hieß es: raus aus dem Schlafsack und in die Kälte....Pinkel....zurück in den Schlafsack...es dauerte eine halbe Stunde, bis mir wieder einigermaßen warm war. Die Temperatur in dieser Nacht schwankte zwischen Null und minus Zwei Grad Celsius. Nun zu dem Grund, weshalb ich meine Pinkelaktion erwähne...bevor ich wieder einschlief hörte ich die Coyoten in der Ferne hören...es waren mehrere, die einander zu antworten schienen...das Heulen der Coyoten war unglaublich beruhigend und so schlief ich mit einem Lächeln wieder ein.
Ich schlief mit dem Gesicht zu Sonnenaufgang...als ich erwachte, begann der Himmel sich orange und rot zu färben...ich beschloss, dass es möglich sei noch ein wenig zu schlafen...ich erwachte pünktlich, als die Sonne begann über die Spitze der hinter Lake Powell gelegenen Berge zu klettern.. ich sah ihr eine halbe Stunde dabei zu, wie sie langsam doch stetig ihren Weg fortsetzte, bis ich wieder ein schlief. Als ich zum dritten Mal erwachte schien die Sonne bereits hoch am Himmel, es war neun Uhr. Eigentlich hätten wir die Zelte gar nicht gebraucht, da alle unter dem großen, dem Himmelszelt schliefen. Vermutlich wegen des Gespräches, dass Emelie, Imke und Ich während der ganzen Fahrt darüber führten, dass nur Weicheier Zelte benötigten.
Wir frühstückten..es gab Orangensaft, Donuts, Brötchen, Marmelade, Philadephia und Schinken. Wir genossen die Sonne, welche, so schien es mir, beweisen wollte, dass die die kalte Nacht aus unseren Köpfen vertreiben könne. Nach dem Frühstück packte ich wieder alles ein und brauchte diesmal sogar noch weniger Platz um „alles“ zu verstauen.
Dann ging es auch schon los...heute würde uns der Weg bis zum Brice Canyon führen....das erste Mal stoppten wir nach zwanzig Minuten um uns einen Kaffee zu besorgen....eine halbe Stunde später erreichten wir den „Horseshoe bend overlook“. Der Name spricht eigentlich für sich selbst. An dieser Stelle macht der Colorado River eine Schleife in der Form eines Hufeisens. Der Aussichtspunkt war unglaublich beeindruckend und wir wandert ein wenig direkt entlang der ungesicherten Klippe. Wir sahen um die hunderttausend Eidechsen in den zwanzig Minuten die wir dort verbrachten.
Das nächstes Ziel waren dann die „Coral Pink Sand Dunes“, wo wir nach eineinhalb Stunden ankamen. Diese Region war teilweise schneebedeckt, so wie alle Regionen, die wir in den nächsten Tagen besuchen würden und in welchen wir auch campen würden...
Die „Coral Pink San Dunes“ sind Dünen in der Mitte eines Tals und in der Mitte eines Waldes. Der Wind fegte uns um die Ohren und wir wanderten in die Mitte der Dünen. Diesmal erhielten wir unseren 100%-ACE-Rabatt indem wir einfach an der Straße stoppten, anstatt in die Zollzone zu fahren. Wir verloren den Weg auf unserem Rückweg, da all unsere Spuren vom Winde verweht waren. Zum Glück erinnerte ich mich an einen sehr prägnanten Baum auf dem hinweg und so fanden wir am Schluss doch zurück zum Auto, wo wir zu Mittag aßen. Danach planten wir den rest des Tages, weil wir noch Zeit hatten...den 100%-ACE-Rabatt gab es im Brice Canyon erst ab fünf pm...da würde der Arbeitstag der Ranger enden...
Wir fuhren also in Richtung Brice Canyon und stoppten am Red Canyon...dort starteten wir zu einem kurzen Wandertripp...da dieser nicht befriedigend war, beschlossen wir einige ACE-Regeln zu brechen...und so kletterten und sprangen wir die sechzig Meter bis zum Gipfelplateau des Red Rocks. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick über den Red Canyon. Nachdem wir diese Aussichten eine gewisse Zeit genossen hatten kletterten, rutschten und stolperten wir wieder zurück. Die losen Steine, das Eis und der Schnee machten es nicht wirklich einfacher...aber zumindest schneller...
Zurück im Auto entschieden wir Abendessen zu gehen....fast food... Also ging es sieben Meilen zurück in einen kleine Stadt...mittlerweile war es fünf Uhr neunzehn, wir konnten also nach dem Essen problemlos zum Brice Canyon fahren. Wir entschlossen und, nachdem wir alle Möglichkeiten in Betracht gezogen hatten, für Pizza.
Im Supermarkt kauften wir, als wir wieder aus der Pizzeria entkommen waren, Marmelade und Brot für das Frühstück. Da es bereits zu dieser Zeit Schweinekalt war, beschlossen wir erst noch einen Kaffee trinken zu gehen und dann in die Kälte des Brice Canyons zu fahren... wir kassierten missbilligende Blicke für unser europäisches Verhalten... Sitzen ohne Essen... ein Getränk für eine Stunde... Unverschämtheit...
Es war dunkel, als wir die Zollstation passierten und natürlich war sie bereits geschlossen...als wir dann auf dem Campingplatz ankamen und all den Schnee sahen, beschlossen Emelie, Imke, Hiro und Ich im Auto zu schlafen...lieber ein warmes Weichei als ein kalter Held... und es war warm im Auto...und stinkig...
Da wir den Sonnenaufgang sehen wollten klingelte der Wecker um 5.45 am...aufgestanden bin ich dann um 6.45 am mit den anderen...dann wurde rasend schnell gepackt und ab zum Sonnenaufgangsaussichtspunkt (wow...5 „s“...). Das Frühstück nahmen wir einfach mit um dann dort zu frühstücken...gerade noch rechtzeitig kamen wir dort an...der Sonnenaufgang war wunderschön und wir genossen ihn und unser Frühstück... der Plan, den wir dann auch verwirklichten, bestand darin, bis zum Ende des Parks zu fahren und von dort jeden Aussichtspunkt bis zum Eingang abzuarbeiten... Der letzte Aussichtspunkt hieß „Sunset-View“. Von dort aus führte ein Trail durch die Hoodoos, bis zum Boden des Canyony und wieder zurück....es war unbeschreiblich und viel beeindruckender als die Sicht von den Plateaus. Hoodoos leitet sich von Voodoo hab und beschreibt die für den Brice Canyon typische Steinformation, welche ihr auf den Bildern sehen könnt. (Wie gesagt es ist unbeschreiblich). Der Weg aus dem Park hinaus führten uns am „Fairyland View Point“ vorbei, die Straße dorthin war leider wegen des vielen Schnees geschlossen. Also machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon. Wir hielten zum ersten mal an einer Tankstelle wo wir Kaffee und Benzin tankten...das nächste Zwischenziel war ein Wasserfall von dem Emelie gehört hatte und welcher auf unserem Weg lag....Naja Wasserfall trifft nicht ganz das, was wir sahen...es war mehr ein Gerinnsel, welches an einem Punkt von einem Fels tropfte... die Enttäuschung über diesen Wasserfall war jedoch wie weggewischt als wir zu der auf diesem Trail liegenden Mossy Grotte kamen...dort fanden wir riesige Eiszapfen, welche für das ganze Jahr dort zu finden sein werden.
Zurück am Auto machten wir den Plan für den restlichen Tag...vorausschauende Planung ist für den Arsch...geplant wird, wenn die Notwendigkeit besteht und spontan! Der Plan lautete: zuerst zu einem versteinerten Wald und dann zurück nach Lake Powell um dort in einer warmen Umgebung mit dem üblichen 100%-ACE-Rabatt zu campen. Da Page 6000 Fuß tiefer liegt als Brice Canyon würde es dort viel wärmer sein. Der Weg zum versteinerten Wald verging wie im Fluge...ich döste die meiste Zeit....leider war der Park geschlossen, da zu viel Schnee lag und der Trail unbegehbar war... immerhin sparten wir die sechs Dollar Eintritt und konnten trotzdem ein wenig sehen, da die Ranger Teile der versteinerten Bäume zum Campingplatz gebracht hatten. Die nette Rangerin, mit der wir uns unterhielten erzählte uns, dass der Trail von einer ACE-Crew gebaut worden war und reit uns zudem davon ab die Route zu nehmen, welche wir für den Rückweg gewählt hatten, was natürlich nicht dazu führte, dass wir sie nicht nahmen. Immerhin sahen wir eine Herde Rehe nahe des Rundgangs...
Das nächste Ziel war ein „Arch“...dieser Lag auf Straße, welche nicht wirklich die Bezeichnung Straße verdiente und von welcher uns die Rangerin abgeraten hatte. Einen Zwischenstop legten wir an Chimmeny Rock ein, welcher mitten auf einer Kuhweide lag.
Der/das „Arch“ war unglaublich beeindruckend und ich und Lionell machten uns auf den Weg zu einem etwas weiter entfernten Felsen, da wir die Hoffnung hatten dort Indianerzeichungen zu finden...leider fanden wir Nichts...davon aber eine ganze Menge.
Die Straße, der wir folgten bot wunderschöne Aussichten und hielt uns wach, da jede Sekunde mit einem Schlagloch zu rechnen war.
Als wir in Lake Powell ankamen, setzten wir Lionell und Johan ab, welche Feuerholz sammeln und ein Feuer entzünden sollten und fuhren dann nach Page um Abendessen zu kaufen.
Nach eineinhalb Stunden waren wir vom Einkaufen zurück und das Feuer brannte. Wir grillten Hot Dogs. Dann machte sich Emelie mit dem Auto auf den Weg um Holz zu finden... in Wahrheit ging sie den Vierradantreib in den Dünen testen...wie das breite Lächeln in ihrem Gesicht zeigte, als sie zurück kam, genoss sie es...da wir allerdings immer noch kein Feuerholz hatten fuhren Lionell und Johan los... sie kamen mit einem Stapel Holz, welcher einem Zaun sehr ähnelte, und dem Satz „Fragt nicht woher wir das haben“ zum Feuer zurück... wie wir nach mehrmaligem Fragen erfuhren, hatten die beiden einen Teil eines Zaunes einer Pizzeria des nächsten Campingplatzes abgerissen...
Gegen zwölf schlief ich ein...mit Jacke und Hose...ich wollte nicht wieder frieren...
Am nächsten Morgen waren wir pünktlich zum Sonnenaufgang wach, es war wieder wunderschön, wie die Sonne den See in ihr Licht tauchte und der Himmel war wolkenlos...und nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Packen des Autos ging es um 8 am los zum Grand Canyon. Die Fahrt verbrachte ich mit dem Bestaunen der Landschaft. Wir stoppten für Benzin und Kaffee und ein zweites Mal an einem Aussichtspunkt...der Canyon, der sich vor uns erstreckte, gab eine leise Ahnung von dem was uns erwarten würde und war unglaublich beeindruckend. Ich habe bereits 440 Fotos gemacht...
Der Eintritt in den Grand Canyon National Park ist für ACE-Mitglieder frei... Der erste Blick den wir, von der Straße aus, vom Grand Canyon erhaschen konnten war bereits unglaublich beeindruckend. Die Ausmaße sind kaum vorstellbar und durch die Bilder nicht annähernd darstellbar. Sie zeigen bloß kleinen Ausschnitte dessen, was sich da vor den Augen derer, die das Glück haben diesen Ort besuchen zu können, erstreckt. Da wir nicht genügend Zeit hatten um alles zu sehen, mussten wir uns entscheiden...entweder in den Canyon wandern...oder vom Plateau aus alles ansehen...die Mehrheit war für die Plateaus und so beschlossen Johan und Ich, dass wir wieder kommen würden um den Weg in den Canyon zu wandern....Wir nahmen das freie Shuttel und fuhren zu westlichsten Aussichtspunkt. Von dort aus wanderten wir über den South Rim, einen Trail der sich entlang der gesamten Südseite des Grand Canyons erstreckt, zurück zum Ausgangspunkt. Die Aussichten auf diesem Trail waren viel besser als die an den Touristenpunkten...außerdem war es unglaublich ruhig...uns begegneten vielleicht zehn andere Wanderer auf unserem Weg ansonsten waren wir alleine...Der Trail führten in einem Abstand von 0-10 Zentimeter am Rand der Klippe entlang....ein Hauch vom Nichts trennte uns von einem über tausend Meter tiefem Fall. Das Abendessen hatten wir, nach einem enttäuschenden Sonnenuntergang voller dunkler Wolken, in einem Restaurant...es war ganz okay...auch wenn die grüne Substanz, die am Boden meiner Spagetti Pesto zurück blieb mir ein wenig Unbehagen bereitete...sie war flüssig wie Öl und grüner als jede Wiese...
Danach fuhren wir zum Campingplatz. Wie erwartet konnten wir den 100%-ACE-Rabatt nutzen da kein ranger mehr arbeitete. Wir machten Feuer, unterhielten uns und gingen dann recht schnell schlafen.
Am Morgen, als ich erwachte...nach der ersten Nacht in der ich nicht gefroren hatte, da es erstaunlich warm war... hatten die anderen schon gefrühstückt und wir machten uns wieder auf den Weg...der Tag startete gut, da wir am ersten Aussichtspunkt bereits drei Kondore beobachten konnten. Danach ging es weiter zum Yaki Point, von dem aus wir eine kurze Wanderung in den Canyon unternahmen...danach zwei weitere Trips und zurück nach Flagstaff...
Hier erwartete uns eine schlechte Nachricht...wir haben Insekten im Mädchenzimmer...deshalb wurde dort Gift gesprüht und wir konnten nicht duschen...helena, die nicht wusste, dass das Gift durch die Tür ins Badezimmer kommen würde, hatte geduscht und danach direkt zu erbrechen begonnen...das wollte keiner von uns versuchen...
Ich verbrachte den Rest des Tages in Cedar 2 weil mein Haus mich zum Wahnsinn trieb...
Imke die während des Trips bewiesen hatte, dass sie eine verzogene, egozentrische, nervige Mistkuh ist, hatte meinen Computer zum abstürzen gebracht und ist dann in ihren Raum gegangen ohne ein Wort zu sagen...es kostete mich 30 Minuten, ihn wieder hinzubekommen...die Konsequenzen ist, dass ich nun wieder ein Passwort auf dem Computer habe und ich gefragt werden muss, wenn der Computer benutzt wird....beim zweiten Mal kam ich zurück ins Haus und Imke fragte mich, ob es okay sei mein Popcorn zu machen...ich bejahte und durfte feststellen, dass sie ohnehin schon angefangen hatte und überhaupt nicht gefragt hätte, wenn ich nicht zufällig ins Haus gekommen wäre...FUCKING ANNOYING SELFISH BITCH! Jetzt werde ich einen Brief schreiben und dann schlafen gehen....dann geht es morgen nach St. George.
Achja insgesamt haben wir 154 Dollar durch den 100%-ACE-Rabatt gespart.
Okay....jetzt habe ich endlich alle Bilder hoch geladen...jetzt ist es 5 am...das heißt ich werde heute nicht mehr schlafen gehen...in einer halben Stunde stehen die anderen auf und in zwei Stunden geht es zum Projekt..4-5 Stunde Fahrt, dass reicht zum schlafen und gearbeitet wird morgen sowieso nicht.
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| Antilope Canyon |
Heute Morgen bin ich von alleine aufgewacht...um 7.30 am, der Wecker sollte eine Stunde später klingeln, doch ich nahm ihm seine Daseinsberechtigung, indem ich nicht auf ihn wartete und direkt aufstand...später am Tag hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen.
Ich stand also auf und kochte mir meinen Kaffee und setzte mich mit meinem Computer auf den Balkon. Ich chattete ein wenig mit Dustin, Laura und Patrick...sie waren die einzigen, die zu dieser Zeit online waren...Glückspilze.
Danach machte ich mich an das Packen meiner Sieben Sachen und verabschiedete mich von Young Ming. Dann waren auch schon Lionell und Emelie mit dem Auto da. Wie wir feststellen mussten war es ein für sechs Personen recht kleines Auto...und anscheinend hatten die Konstrukteure nicht damit gerechnet, dass diese sechs Personen Gepäck haben würden...es gab nur einen mini kleinen Kofferraum. Ich nutze meine über Jahre gesammelten Erfahrungen mit dem Packen vieler Dinge in wenig Raum. Ich brachte „alles“ im Auto unter (wobei „alles“ in diesem Fall definiert ist durch „alles was wir mitnehmen wollten“ minus drei Zelte, Wechselkleidung mit Ausnahme von Unterwäsche und einige andere nicht so wichtige Utensilien). Emelie, Imke und ich würden also im Freien schlafen...und dann ging es auch schon los...naja nicht wirklich...wir mussten nach 120 Metern umkehren um Imkes Essen zu holen...aber dann ging es wirklich endlich los....mit konstant 12-35 Meilen pro Stunde über dem Speedlimit sausten wir in Richtung Page.... nach zwei Stunden, die ich damit verbrachte, mich mit Hiro zu unterhalten und die Landschaft, welche wir durchquerten zu genießen...stoppte uns die Polizei...12 Meilen pro Stunde über dem Speedlimit....Die zehn Minuten, die der Polizist in seinem Auto verbrachte, nachdem er Emelies Führerschein entgegen genommen hatte, spekulierten wir über die Konsequenzen. Am Ende kam ein recht verwirrter Polizist zurück, der einige Hilfe benötigte...Emelie wohnt in einem kleinen Dorf in Frankreich...ohne Hausnummern...somit fand er die Straße nicht...am Ende blieb es bei einer Verwarnung und Emelies Beteuerung langsamer zu fahren, was sie anscheinend nach zwanzig Minuten vergessen zu haben schien. Am Mittag erreichten wir Antilope Canyon. Unsere Versuche, gratis den Park zu betreten indem wir unsere ACE Mitgliedschaft erwähnten, scheiterten, was aber nicht weiter schlimm war. Fünfundzwanzig Dollar ist ein recht geringer Preis für eine ganze Stunde des Staunens und Bewunderns. Die hauptsächliche Konversation bestand aus dem abwechselndem hauchen eines „Amazing“ oder eines „Awesome“. Der Antilope Canyon ist ein durch Wasser geschaffener Canyon, der sich durch die Wüste, südlich von Page zieht. Er ist komplett unterirdisch und man betritt ihn durch einen kleinen Eingang. Ich denke die Bilder sollten euch einen kleinen Eindruck dessen verschaffen, was ich dort zu sehen bekam. Als wir wieder aus dem Canyon stiegen hatte ich 230 Fotos gemacht. Danach machten wir uns auf den Weg zu Walmart um das Abendessen zu kaufen. Mein Vorschlag gemeinsam alles zu kaufen und am Ende den Preis zu teilen wurde von allen gut aufgenommen. Wir kauften Pizza um diese über dem Feuer zu „braten“, Brot und Donuts für den nächsten Morgen und Feuerholz. Während wir einkauften behielten wir das Platzproblem, welches wir im Auto haben würden, wenn wir zu viel kauften, stets im Hinterkopf.
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| Lake Powell |
Dann ging es zu Lake Powell, wo wir zu campen planten. Dort erwartete uns eine Zollzone...wir drehten um und fuhren zum Besucherzentrum. Nachdem wir erfuhren, dass wir voll zu zahlen haben würden...und das es keine Kontrollen gab...entschieden wir uns den 100%-ACE-Rabatt in Anspruch zu nehmen. Der Campingplatz war wunderschön und wir fanden eine Menge Feuerholz neben der Feuerstelle. Die Atmosphäre war super schön...endlich wieder ein Lagerfeuer....die Pizza war...nicht soooo gut...der Boden war fast verbrannt und der Belag war noch kalt...verglichen mit dem Essen auf den Projekten war es garnicht so schlecht...
Zum Glück hatten wir auf Chips gekauft...während es dunkel wurde aßen wir also Chips und genossen die wärme des Feuers. Wir schmissen eine Menge Holz auf die kleine Flamme, die wir für unsere Pizza benutzt hatten um diese nicht vollends zu verbrennen. Einige Stunden saßen wir so um das Feuer und unterhielten uns über alles Mögliche und machten die Pläne für den nächsten Tag. Die andere begannen damit ihren Rotwein und Whiskey zu trinken. Dann packten wir alle unsere Isomatten und Schlafsäcke aus und legten uns ums Feuer...es war so warm....für die anderen....der Wind, welcher recht stark war, fegte durch meinen Schlafsack, dessen Reißverschluss kaputt war/ist...glücklicherweise fand ich während der Nacht eine Möglichkeit meine Füße so im Schlafsack zu verkeilen, ohne dabei aus dem Fliesleiner zu entgleiten, dass kaum Wind hindurch kam...mitten in der Nacht weckte mich das Verlangen, meine Blase zu erleichtern....ich wartete damit, diesem Verlangen nachzugeben so lange es denn möglich war, da ich die Konsequenzen kannte...als es nicht mehr zu ändern war hieß es: raus aus dem Schlafsack und in die Kälte....Pinkel....zurück in den Schlafsack...es dauerte eine halbe Stunde, bis mir wieder einigermaßen warm war. Die Temperatur in dieser Nacht schwankte zwischen Null und minus Zwei Grad Celsius. Nun zu dem Grund, weshalb ich meine Pinkelaktion erwähne...bevor ich wieder einschlief hörte ich die Coyoten in der Ferne hören...es waren mehrere, die einander zu antworten schienen...das Heulen der Coyoten war unglaublich beruhigend und so schlief ich mit einem Lächeln wieder ein.
Ich schlief mit dem Gesicht zu Sonnenaufgang...als ich erwachte, begann der Himmel sich orange und rot zu färben...ich beschloss, dass es möglich sei noch ein wenig zu schlafen...ich erwachte pünktlich, als die Sonne begann über die Spitze der hinter Lake Powell gelegenen Berge zu klettern.. ich sah ihr eine halbe Stunde dabei zu, wie sie langsam doch stetig ihren Weg fortsetzte, bis ich wieder ein schlief. Als ich zum dritten Mal erwachte schien die Sonne bereits hoch am Himmel, es war neun Uhr. Eigentlich hätten wir die Zelte gar nicht gebraucht, da alle unter dem großen, dem Himmelszelt schliefen. Vermutlich wegen des Gespräches, dass Emelie, Imke und Ich während der ganzen Fahrt darüber führten, dass nur Weicheier Zelte benötigten.
Wir frühstückten..es gab Orangensaft, Donuts, Brötchen, Marmelade, Philadephia und Schinken. Wir genossen die Sonne, welche, so schien es mir, beweisen wollte, dass die die kalte Nacht aus unseren Köpfen vertreiben könne. Nach dem Frühstück packte ich wieder alles ein und brauchte diesmal sogar noch weniger Platz um „alles“ zu verstauen.
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| Horseshoe bend overlook |
Dann ging es auch schon los...heute würde uns der Weg bis zum Brice Canyon führen....das erste Mal stoppten wir nach zwanzig Minuten um uns einen Kaffee zu besorgen....eine halbe Stunde später erreichten wir den „Horseshoe bend overlook“. Der Name spricht eigentlich für sich selbst. An dieser Stelle macht der Colorado River eine Schleife in der Form eines Hufeisens. Der Aussichtspunkt war unglaublich beeindruckend und wir wandert ein wenig direkt entlang der ungesicherten Klippe. Wir sahen um die hunderttausend Eidechsen in den zwanzig Minuten die wir dort verbrachten.
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| Pink Coral Sand Dunes |
Das nächstes Ziel waren dann die „Coral Pink Sand Dunes“, wo wir nach eineinhalb Stunden ankamen. Diese Region war teilweise schneebedeckt, so wie alle Regionen, die wir in den nächsten Tagen besuchen würden und in welchen wir auch campen würden...
Die „Coral Pink San Dunes“ sind Dünen in der Mitte eines Tals und in der Mitte eines Waldes. Der Wind fegte uns um die Ohren und wir wanderten in die Mitte der Dünen. Diesmal erhielten wir unseren 100%-ACE-Rabatt indem wir einfach an der Straße stoppten, anstatt in die Zollzone zu fahren. Wir verloren den Weg auf unserem Rückweg, da all unsere Spuren vom Winde verweht waren. Zum Glück erinnerte ich mich an einen sehr prägnanten Baum auf dem hinweg und so fanden wir am Schluss doch zurück zum Auto, wo wir zu Mittag aßen. Danach planten wir den rest des Tages, weil wir noch Zeit hatten...den 100%-ACE-Rabatt gab es im Brice Canyon erst ab fünf pm...da würde der Arbeitstag der Ranger enden...
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| Red Rock Canyon |
Wir fuhren also in Richtung Brice Canyon und stoppten am Red Canyon...dort starteten wir zu einem kurzen Wandertripp...da dieser nicht befriedigend war, beschlossen wir einige ACE-Regeln zu brechen...und so kletterten und sprangen wir die sechzig Meter bis zum Gipfelplateau des Red Rocks. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick über den Red Canyon. Nachdem wir diese Aussichten eine gewisse Zeit genossen hatten kletterten, rutschten und stolperten wir wieder zurück. Die losen Steine, das Eis und der Schnee machten es nicht wirklich einfacher...aber zumindest schneller...
Zurück im Auto entschieden wir Abendessen zu gehen....fast food... Also ging es sieben Meilen zurück in einen kleine Stadt...mittlerweile war es fünf Uhr neunzehn, wir konnten also nach dem Essen problemlos zum Brice Canyon fahren. Wir entschlossen und, nachdem wir alle Möglichkeiten in Betracht gezogen hatten, für Pizza.
Im Supermarkt kauften wir, als wir wieder aus der Pizzeria entkommen waren, Marmelade und Brot für das Frühstück. Da es bereits zu dieser Zeit Schweinekalt war, beschlossen wir erst noch einen Kaffee trinken zu gehen und dann in die Kälte des Brice Canyons zu fahren... wir kassierten missbilligende Blicke für unser europäisches Verhalten... Sitzen ohne Essen... ein Getränk für eine Stunde... Unverschämtheit...
Es war dunkel, als wir die Zollstation passierten und natürlich war sie bereits geschlossen...als wir dann auf dem Campingplatz ankamen und all den Schnee sahen, beschlossen Emelie, Imke, Hiro und Ich im Auto zu schlafen...lieber ein warmes Weichei als ein kalter Held... und es war warm im Auto...und stinkig...
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| Brice Canyon |
Da wir den Sonnenaufgang sehen wollten klingelte der Wecker um 5.45 am...aufgestanden bin ich dann um 6.45 am mit den anderen...dann wurde rasend schnell gepackt und ab zum Sonnenaufgangsaussichtspunkt (wow...5 „s“...). Das Frühstück nahmen wir einfach mit um dann dort zu frühstücken...gerade noch rechtzeitig kamen wir dort an...der Sonnenaufgang war wunderschön und wir genossen ihn und unser Frühstück... der Plan, den wir dann auch verwirklichten, bestand darin, bis zum Ende des Parks zu fahren und von dort jeden Aussichtspunkt bis zum Eingang abzuarbeiten... Der letzte Aussichtspunkt hieß „Sunset-View“. Von dort aus führte ein Trail durch die Hoodoos, bis zum Boden des Canyony und wieder zurück....es war unbeschreiblich und viel beeindruckender als die Sicht von den Plateaus. Hoodoos leitet sich von Voodoo hab und beschreibt die für den Brice Canyon typische Steinformation, welche ihr auf den Bildern sehen könnt. (Wie gesagt es ist unbeschreiblich). Der Weg aus dem Park hinaus führten uns am „Fairyland View Point“ vorbei, die Straße dorthin war leider wegen des vielen Schnees geschlossen. Also machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon. Wir hielten zum ersten mal an einer Tankstelle wo wir Kaffee und Benzin tankten...das nächste Zwischenziel war ein Wasserfall von dem Emelie gehört hatte und welcher auf unserem Weg lag....Naja Wasserfall trifft nicht ganz das, was wir sahen...es war mehr ein Gerinnsel, welches an einem Punkt von einem Fels tropfte... die Enttäuschung über diesen Wasserfall war jedoch wie weggewischt als wir zu der auf diesem Trail liegenden Mossy Grotte kamen...dort fanden wir riesige Eiszapfen, welche für das ganze Jahr dort zu finden sein werden.
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| Mossy Cave |
Zurück am Auto machten wir den Plan für den restlichen Tag...vorausschauende Planung ist für den Arsch...geplant wird, wenn die Notwendigkeit besteht und spontan! Der Plan lautete: zuerst zu einem versteinerten Wald und dann zurück nach Lake Powell um dort in einer warmen Umgebung mit dem üblichen 100%-ACE-Rabatt zu campen. Da Page 6000 Fuß tiefer liegt als Brice Canyon würde es dort viel wärmer sein. Der Weg zum versteinerten Wald verging wie im Fluge...ich döste die meiste Zeit....leider war der Park geschlossen, da zu viel Schnee lag und der Trail unbegehbar war... immerhin sparten wir die sechs Dollar Eintritt und konnten trotzdem ein wenig sehen, da die Ranger Teile der versteinerten Bäume zum Campingplatz gebracht hatten. Die nette Rangerin, mit der wir uns unterhielten erzählte uns, dass der Trail von einer ACE-Crew gebaut worden war und reit uns zudem davon ab die Route zu nehmen, welche wir für den Rückweg gewählt hatten, was natürlich nicht dazu führte, dass wir sie nicht nahmen. Immerhin sahen wir eine Herde Rehe nahe des Rundgangs...
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| Arch |
Das nächste Ziel war ein „Arch“...dieser Lag auf Straße, welche nicht wirklich die Bezeichnung Straße verdiente und von welcher uns die Rangerin abgeraten hatte. Einen Zwischenstop legten wir an Chimmeny Rock ein, welcher mitten auf einer Kuhweide lag.
Der/das „Arch“ war unglaublich beeindruckend und ich und Lionell machten uns auf den Weg zu einem etwas weiter entfernten Felsen, da wir die Hoffnung hatten dort Indianerzeichungen zu finden...leider fanden wir Nichts...davon aber eine ganze Menge.
Die Straße, der wir folgten bot wunderschöne Aussichten und hielt uns wach, da jede Sekunde mit einem Schlagloch zu rechnen war.
Als wir in Lake Powell ankamen, setzten wir Lionell und Johan ab, welche Feuerholz sammeln und ein Feuer entzünden sollten und fuhren dann nach Page um Abendessen zu kaufen.
Nach eineinhalb Stunden waren wir vom Einkaufen zurück und das Feuer brannte. Wir grillten Hot Dogs. Dann machte sich Emelie mit dem Auto auf den Weg um Holz zu finden... in Wahrheit ging sie den Vierradantreib in den Dünen testen...wie das breite Lächeln in ihrem Gesicht zeigte, als sie zurück kam, genoss sie es...da wir allerdings immer noch kein Feuerholz hatten fuhren Lionell und Johan los... sie kamen mit einem Stapel Holz, welcher einem Zaun sehr ähnelte, und dem Satz „Fragt nicht woher wir das haben“ zum Feuer zurück... wie wir nach mehrmaligem Fragen erfuhren, hatten die beiden einen Teil eines Zaunes einer Pizzeria des nächsten Campingplatzes abgerissen...
Gegen zwölf schlief ich ein...mit Jacke und Hose...ich wollte nicht wieder frieren...
Am nächsten Morgen waren wir pünktlich zum Sonnenaufgang wach, es war wieder wunderschön, wie die Sonne den See in ihr Licht tauchte und der Himmel war wolkenlos...und nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Packen des Autos ging es um 8 am los zum Grand Canyon. Die Fahrt verbrachte ich mit dem Bestaunen der Landschaft. Wir stoppten für Benzin und Kaffee und ein zweites Mal an einem Aussichtspunkt...der Canyon, der sich vor uns erstreckte, gab eine leise Ahnung von dem was uns erwarten würde und war unglaublich beeindruckend. Ich habe bereits 440 Fotos gemacht...
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| Grand Canyon |
Der Eintritt in den Grand Canyon National Park ist für ACE-Mitglieder frei... Der erste Blick den wir, von der Straße aus, vom Grand Canyon erhaschen konnten war bereits unglaublich beeindruckend. Die Ausmaße sind kaum vorstellbar und durch die Bilder nicht annähernd darstellbar. Sie zeigen bloß kleinen Ausschnitte dessen, was sich da vor den Augen derer, die das Glück haben diesen Ort besuchen zu können, erstreckt. Da wir nicht genügend Zeit hatten um alles zu sehen, mussten wir uns entscheiden...entweder in den Canyon wandern...oder vom Plateau aus alles ansehen...die Mehrheit war für die Plateaus und so beschlossen Johan und Ich, dass wir wieder kommen würden um den Weg in den Canyon zu wandern....Wir nahmen das freie Shuttel und fuhren zu westlichsten Aussichtspunkt. Von dort aus wanderten wir über den South Rim, einen Trail der sich entlang der gesamten Südseite des Grand Canyons erstreckt, zurück zum Ausgangspunkt. Die Aussichten auf diesem Trail waren viel besser als die an den Touristenpunkten...außerdem war es unglaublich ruhig...uns begegneten vielleicht zehn andere Wanderer auf unserem Weg ansonsten waren wir alleine...Der Trail führten in einem Abstand von 0-10 Zentimeter am Rand der Klippe entlang....ein Hauch vom Nichts trennte uns von einem über tausend Meter tiefem Fall. Das Abendessen hatten wir, nach einem enttäuschenden Sonnenuntergang voller dunkler Wolken, in einem Restaurant...es war ganz okay...auch wenn die grüne Substanz, die am Boden meiner Spagetti Pesto zurück blieb mir ein wenig Unbehagen bereitete...sie war flüssig wie Öl und grüner als jede Wiese...
Danach fuhren wir zum Campingplatz. Wie erwartet konnten wir den 100%-ACE-Rabatt nutzen da kein ranger mehr arbeitete. Wir machten Feuer, unterhielten uns und gingen dann recht schnell schlafen.
Am Morgen, als ich erwachte...nach der ersten Nacht in der ich nicht gefroren hatte, da es erstaunlich warm war... hatten die anderen schon gefrühstückt und wir machten uns wieder auf den Weg...der Tag startete gut, da wir am ersten Aussichtspunkt bereits drei Kondore beobachten konnten. Danach ging es weiter zum Yaki Point, von dem aus wir eine kurze Wanderung in den Canyon unternahmen...danach zwei weitere Trips und zurück nach Flagstaff...
Hier erwartete uns eine schlechte Nachricht...wir haben Insekten im Mädchenzimmer...deshalb wurde dort Gift gesprüht und wir konnten nicht duschen...helena, die nicht wusste, dass das Gift durch die Tür ins Badezimmer kommen würde, hatte geduscht und danach direkt zu erbrechen begonnen...das wollte keiner von uns versuchen...
Ich verbrachte den Rest des Tages in Cedar 2 weil mein Haus mich zum Wahnsinn trieb...
Imke die während des Trips bewiesen hatte, dass sie eine verzogene, egozentrische, nervige Mistkuh ist, hatte meinen Computer zum abstürzen gebracht und ist dann in ihren Raum gegangen ohne ein Wort zu sagen...es kostete mich 30 Minuten, ihn wieder hinzubekommen...die Konsequenzen ist, dass ich nun wieder ein Passwort auf dem Computer habe und ich gefragt werden muss, wenn der Computer benutzt wird....beim zweiten Mal kam ich zurück ins Haus und Imke fragte mich, ob es okay sei mein Popcorn zu machen...ich bejahte und durfte feststellen, dass sie ohnehin schon angefangen hatte und überhaupt nicht gefragt hätte, wenn ich nicht zufällig ins Haus gekommen wäre...FUCKING ANNOYING SELFISH BITCH! Jetzt werde ich einen Brief schreiben und dann schlafen gehen....dann geht es morgen nach St. George.
Achja insgesamt haben wir 154 Dollar durch den 100%-ACE-Rabatt gespart.
Okay....jetzt habe ich endlich alle Bilder hoch geladen...jetzt ist es 5 am...das heißt ich werde heute nicht mehr schlafen gehen...in einer halben Stunde stehen die anderen auf und in zwei Stunden geht es zum Projekt..4-5 Stunde Fahrt, dass reicht zum schlafen und gearbeitet wird morgen sowieso nicht.
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