Samstag, 17. Januar 2009

Es hatte alles so gut angefangen

Dabei hatte es so gut angefangen...Morgens gut und ohne Müdigkeit aus dem Bett gekommen, der Zug fuhr pünktlich und ruhig, das Umsteigen war auch kein Problem....in Frankfurt dann brav eingecheckt und ab ins erste Flugzeug. Das erste Flugzeug erreichte Dallas 90 Minuten vor der Zeit...alles schien noch entspannter zu werden als ich dachte...und dann stehe ich in der Schlange um endlich Fuß auf echten amerikanischen Boden zu setzen und was passiert direkt nachdem ich an den Schalter getreten bin? Das System fällt aus..na gut...sowas versaut mir ja nicht die Laune...nach 4 Versuchen und 90 Minuten nettem Gespräch mit der Beamtin vom American Homeprotekting Service ging es dann endlich weiter, sie wusste nun genau über meine Zeit in Amerika bescheid und ich über ihre familiäre Situation....am Ende hat es ja doch noch geklappt...nur wurde jetzt die Zeit zum nächsten Flug knapp. Also mit einem erhöhten Tempo durch die Sicherheitskontrollen, Gepäck wieder einchecken und ab zum Gate. Nach einer netten Reise mit dem Airportshuttel hatte ich es dann doch geschafft...auf dem Weg zum Gate wurde ich bereits aufgerufen weil scheinbar die Zeit knapp wurde....soweit alles gut...noch zwei Stunden Flug und das Abenteuer konnte beginnen....von wegen! Alles lief gut, die Landung und sogar das auschecken...das einzige fast zu vernachlässigende Problem bestand darin, dass mein Gepäck leider nicht mitgeflogen ist.... also die Nummer und Adresse aus Flagstaff angegeben und jetzt? Warten oder neu kaufen? Teilweise beides? Und mit welchem Geld neukaufen.... naja ganz so hab ich mir den Start nicht vorgestellt aber immerhin sind die Amerikaner lustig und freundlich...das ist die halbe Miete und die Leiterin des Projekts klingt am Telefon auch super sympathisch.... ein fast perfekter Start eben. Blöde Homeprotektion Behörde...also habe ich mir eine Shuttlefahrkarte nach Flagstaff gekauft und habe dann die restliche Zeit mit dem Anfang dieses Berichtes verbracht.

Mittlerweile ist es Samstag und ich sitze in Haus B der ACE. Glücklicherweise habe ich hier W-Lan Zugang. Bisher habe ich auch nur eine andere Praktikantin getroffen, die allerdings heute abreist und Kazuko, die Leiterin eine kleine sympathische Koreanerin. Heute kommen drei weitere Praktikanten für unser Haus an, 2 Mädchen und ein Junge aus Deutschland...wir werden sehen, wie ich mit denen zurecht komme. Bislang mag ich alle Amerikaner und Amerikanerinnen die ich getroffen habe. Jetzt aber zuerst zurück zu gestern Abend. Das Shuttle wartete außerhalb des Airports und wie ich schnell feststellte war ich der einzige Fahrgast...dadurch hatte ich Gelegenheit mich mit dem Fahrer zu unterhalten, einem aus Flagstaff stammenden 40 jährigen Amerikaner. So erfuhr ich, dass noch bis vor kurze Zeit über 2 Meter Schnee gelegen hatte und dass Flagstaff eine 55.000 Einwohner Stadt ist. Da momentan jedoch gerade die Universität wieder angefangen hat sind nun 250.000 Studenten und Studentinnen hier...

Langsam vielen mir nach der erschöpfenden Reise die Augen zu...als ich erwachte waren wir noch 6 Meilen von Flagstaff entfernt....der erste Eindruck bei Befahren der Stadt war „WOW“. Eine typische, wunderschöne amerikanische Kleinstadt. Kazuko holte mich am Bahnhof ab und brachte mich zu dem Haus in dem ich jetzt sitze. Amüsiert über die vielen Regeln und die altmodische Einrichtung werde ich mich jetzt gleich auf den Weg machen. Achja..ich schlafe in einem von 2 4 Mann Zimmern. Es sind, wenn das Haus voll ist, 4 Mädchen und 4 Jungs darin untergebracht. Außerdem wohnt ein Supervisor mit im Haus...na dann kann das Abenteuer ja jetzt losgehen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen