Dienstag, 14. April 2009

Iron, like a lion in Zion

Zion



Back in Zion

1st day

Während der Fahrt, auf der Strecke die ich mittlerweile fast auswendig kenne, habe ich größtenteils geschlafen. Als wir in Zion ankamen wurden wir damit überrascht, dass auch am heutigen Tage Arbeit auf uns wartete. Also bauten wir die Zelte auf und fuhren dann zur Rangerzentrale wo wir erfuhren, dass wir irgendwelche Kartons für die Ranger von A nach B zu schleppen hatten...eine sehr interessante und definitiv unter den Aspekt „Conservation Work“ fallende Aufgabe...
Wie dem auch sei..nach einer Stunde kehrten wir zum Camp zurück, welches sich von dem der letzten Woche in den folgenden Aspekten unterschied: Wir hatten unsere Ruhe, da wir nicht auf dem normalen Campingplatz untergebracht waren. Wir hatten kein fließendes Wasser und die täglich gesäuberten Toiletten hatten wir gegen zwei Dixieklos eingetauscht...ganz klar eine Verbesserung... Während sich der Großteil der Volunteers ans vorbereiten des Abendessens und des Feuers machten, machten sich Matt, Leonie, Tom und ich auf den Weg zum Lager um dort die benötigten Zaunteile zu besorgen.
Während dieser Fahrt erzählte mir Matt, dass er mit Matt Roberts gesprochen und diesem gesagt hatte, dass er mich wieder in Zion haben möchte, da ich sehr viel technisches Geschick besitze. Auch wenn ich dieses Kompliment natürlich voll und ganz bejahe muss ich doch zugeben, dass das benötigte technische Geschick zum bauen eines derartigen Zaunes ebenfalls von einem sehr begabten Orang Utan hätte aufgebracht werden können....
Während des auf unsere Rückkehr folgenden Lagerfeuers lernte ich die neuen Volunteers besser kennen. Tom, ein Australier der in Schottland lebt ist ein recht netter, lustiger Kerl. Mary, ihr richtiger Name ist unaussprechlich, kommt aus Korea und wohnt im Nachbarhaus, sie kannte ich schon vorher. Thomas und Jonathan sind zwei Deutsche... Thomas ist recht still und sonderbar und Jonathan ist wie sich im Laufe der Woche herausstellen wird ein Arsch....


2nd day

Wie zuvor erwartet wollte keiner der anderen den Presslufthammer tragen....wie zuvor erwartet war ich der Dumme...wobei das nun sehr negativ klingt...wie vieles was ich schreibe...aber ich gehe davon aus, dass ihr mich gut genug kennt um zu wissen wie sehr ich es liebe mich sinnlos über Dinge zu beschweren die mir eigentlich egal sind und das ich miene Zeit hier gerade wegen dieser Dinge unglaublich genieße...also wie gesagt ich schleppte den Presslufthammer den ganzen Weg...bergauf, bergab, bergauf, bergab, bergauf und bergauf....ein spaßiges unterfangen....ACE ist bei weitem billiger als ein Fitnesscenter...
Während der Arbeit unterhalte ich mich mit Matt, der meint es wären zwei Supervisor für ein Fencing Projekt nötig um alle zu beschäftigen und er wüsste nicht was er diese Woche ohne mich machen würde.... im Groben hieß das, dass ich mit unterschiedlichen Leuten an einem Teil des Zaunes arbeitete während Matt mit dem Rest an einem anderen Teil arbeitete...der Tag verflog, wie jeder Tag an dem man etwas zu tun hatte... ich musste den Presslufthammer höher und höher den Berg hinauf schleppen, da der Boden immer schlechter wurde... wir arbeiteten nahe einem „Wash“, also einer Stelle an der das Wasser während starker Regenfälle abfließt... was bedeutete das die Erde locker und die Pfosten leicht wieder aus der Erde ziehbar (← ist das ein Wort?) waren....die einfachsten und fast einzige Lösung hieß: Wir drillen ein Loch in den Stein und setzten die Pfosten da rein...da ich der einzige war, der wusste wie man mit dem Presslufthammer zu arbeiten hatte...war das mein Job...
Als wir nach einem recht anstrengenden Tag wieder zurück kamen hatte Leonie bereits angefangen zu kochen...was wir alle sehr zu schätzen wussten...
Während des Lagerfeuers war es dann wieder Zeit für Rätsel...mittlerweile kenne ich den Großteil schon...
Als ich um halb zehn zu Bett gehe stelle ich fest, dass meine Knie weh tun...was ursprünglich vermutlich damit zusammen hängt, dass ich den Berg runter gesprungen bin....laufen ist einfach zu langweilig...


3rd day

Heute Morgen ist es warm und bewölkt. Die Fahrt zur Arbeit verbringe ich damit, ein wenig Schlaf zu bekommen...während des Safety-Meetings wiederholt Matt, dass es heute Regnen kann und er wiederholt die wichtigsten Regeln für ein Gewitter...schon während wir zu dem Platz wandern, an dem wir arbeiten werden, fängt es an zu regnen...der Regen wird immer stärker, je weiter wir uns vom Van entfernen...um zwölf Uhr stoppten wir die Arbeit...es hatte jetzt angefangen zu Donnern und zu Blitzen....der Weg zurück war recht unangenehm....die lose Erde wurde zu rutschigem Boden und die Sicherheit der Steine erwies sich als tückisch, da sie ebenfalls sehr rutschig wurden...während die anderen auf dem Pfad, der durch die letzten Crews getrampelt worden war, zurück liefen, suchte ich mir meinen eigenen Weg durch dieses unwegsame Gelände...ich sprang von Felsen zu Felsen und rannte die steilen Stellen hinunter um der Schwerkraft keine Chance zu geben zu erkennen, dass ich eigentlich rutschen müsste....als wir am Van ankommen ist fast jeder komplett dreckig...der rutschige Weg hatte viele dazu veranlasst sich, nachdem sie das dritte mal unfreiwillig gerutscht sind, auf den eigenen Hintern zu setzten und den Weg rutschend zurück zu legen....trotzdem war die Stimmung immer noch gut....an der Stelle, wo man verdrießliche Gesichter erwarten würde, standen lachende, sich gegenseitig Witze erzählende Volunteers.
Als wir uns mit dem Van auf den Weg machten, passierte was keiner von uns erwartete, jeder aber hätte sich denken können....die Van blieb stecken...die Antwort...raus aus dem Van und alle schieben... nach mehreren Anläufen war der Van dann endlich frei....nachdem wir zurück am Camp waren fuhren Matt und ich mit den ganzen Regenkleidern zur Rangerstation und hängten sie dort auf... dann füllten wir die Wasserkanister und fuhren zurück zum Camp....in der Zwischenzeit hatten die anderen Volunteers angefangen zu Kochen (Burger) und ein Feuer gestartet....die meisten Volunteers verabschiedeten sich bereits um sechs in ihre Betten...ich blieb bis um acht und war einer der letzten, der das Feuer aufgab....in meinem Zelt hörte ich Musik und las das Buch, welches Matt mir kurz zuvor gegeben hatte, eine Geschichte über einen Schwarzen, der in der Bronx auf wächst und seine Geschichte erzählt...ein recht gutes Buch...


4th day

Es ist kalt heute Morgen....und ich habe mich erkältet....Yuri, der es auch nicht so gut zu gehen scheint, bleibt im Camp zurück...während wir zu unserem Arbeitsplatz wandern klagt Marry über Atemprobleme...
Endlich beenden wir die Arbeit mit den Pfosten und können anfangen Draht zu arbeiten...am Ende des Tages sind wir fast fertig mit dem gesamten Abschnitt.....
Zurück im Camp sehe ich, als ich von der Toilette wieder komme, dass Marry zusammengebrochen ist, sie liegt jetzt auf dem Boden und weint und um sie herum stehen Matt und Laura mit Wasser...sie ist dehydriet...Wir packen sie mit einer Wärmflasche in den Van....Yuri hat in der Zeit schon gekocht und weil wir alle wollten, dass Marry sich hinlegt machte ich ihr Mittagessen für den nächsten Tag fertig, brachte es ihr und sagte ihr, sie solle sich hinlegen, was sie auch tat...
Während des Lagerfeuers unterhalten wir uns über Gerüchte und Tom erzählt uns, dass einer seiner Freunde in der Disco um betrunkene Mädchen abzuschleppen ihnen erzählt, Tom habe drei Nippel....sowas kann nur in England funktionieren....um neun uhr dreißig gehe ich ins Bett...


5th day

Heute beendeten wir endlich den Zaun.....ein einhalb Wochen....am gleichen Fleck...endlich würden wir weiter ziehen....natürlich bedeutet das auch, dass alle wieder raus geschleppt werden musste.... Ich buckelte also den Presslufthammer und machte mich, unterstützt durch meinen MP3 Player, auf den Weg zum Van....als einer der ersten kam ich dort an....Matt, Marry und Yuri machten sich unterdessen daran all die Kleinigkeit, die wir offen gelassen hatten abzuarbeiten...nach einer fünf minütigen Verschnaufpause machte ich mich wieder auf den Weg um den Stacheldraht zu holen....
als ich auch diesen endlich zum Van gebracht hatte, war ich recht erschöpft...kurze Zeit später erschienen Matt und die beiden Mädels und es ging zurück zum Camp....zum zweiten Mal erhielt ich die Möglichkeit Angels Landing zu Wandern...zum zweiten Mal verneinte ich.... Hiro, Tom, Tohmas und Jonathan machten sich zu viert auf den Weg...ich indessen verbrachte die Zeit damit Japanisch zu lernen...“Mir ist kalt/warm“, „Danke“, „Bitte“, „brennendes Feuer“ kann ich nun in Japanisch...

6th day

Heute fällt das Aufstehen nicht schwer....da ich weiß, dass ich nicht mehr diesen blöden Berg erklimmen muss....als ich aus meinen Schlaf erwachte, standen wir mit dem Van wieder an dem blöden Berg...die Verwunderung aller war groß...sicherlich wussten wir, dass wir die Break Away Section zu reparieren hatten und das wir die Grenzlinie noch markieren mussten aber wie wir dachte würde das die nächste Crew machen....falsch gedacht....Don, der Leiter des Projects wollte alles fertig haben damit niemand mehr da raus musste...also gingen Matt und Whan Oh und Tom los um die Grenze zu makieren und ich baute mit dem Rest die Break Away Section... zur ersten Pause waren wir fertig....und fuhren zum nächsten Arbeitsplatz...wie sich heraus stellen sollte war es der selbe Platz an dem wir in der ersten Woche den Zaun abgerissen hatten.... wir entfernten jetzt alle Pfosten und setzten sie neu...am Ende des Tages waren alle Pfosten wieder an ihrem Platz....
Als wir wieder zurück beim Camp waren entschied Matt, dass er kochen würde...es schmeckte richtig gut...
Der Abend war recht warm und als ich um neun ins Bett ging erinnerte ich mich an den Coyote, den wir vom Van aus gesehen hatten....


7th day

Heute bauten wir die Braces und fingen dann an den Draht zu Spannen...in der Mittagspause wanderten wir zu einer nahe gelegenen Höhle mit indianischen Zeichnungen...zuvor hatte ich nicht gewusst, dass auch die Indianer das Hakenkreuz als Zeichen benutzten...die Navajo nutzen es als Zeichen für Kraft und Stärke...recht früh beendeten wir die Arbeit und fuhren zurück zum Camp...am Abend gingen wir alle zusammen Essen im Jbs...es war so got...und all you can eat...was damit endete, dass ich den ganzen Abend Bauchweh hatte...als wir zurück kamen war es bereits Zeit fürs Bett...


8th day

Wir alle saßen um das Küchenzelt und hofften, dass Matt mit der Nachricht wieder kommen würde, dass wir heute nicht zu arbeiten hatten....als er wieder kam, lachte er...was wir falsch interpretierten...es sah folgendermaßen aus: Er und drei andere würden zum blöden Berg fahren und all den alten Draht abholen...der Rest kann die Zelte abbauen....Leonie, Tom und ich fuhren mit Matt....wir brauchten fünf Minuten zum beladen des Trucks....und 10 zum entladen...dazu kamen mehr als neunzig Minuten fahrt...als wir zurück zum Camp kamen war alles dort erledigt und wir konnten aufbrechen...Ich saß diesmal vorne...was ein recht angenehmer Platz war....wir stoppten wieder an Horesshoe Bend und Leonie, Ich, Matt und Laura warteten im Van...2 Mal war oft genug.... als wir am Abend zurück kamen waren auch die anderen Crews zurück und wir hatten unsere Traditionelle Teeparty der Minderjährigen....

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